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Bemerkenswertes

8. Juni 2026

Dummköpfe eilen herein, wo Engel Angst haben aufzutreten.
Alexander Pope (1688 – 1744), englischer Dichter, Übersetzer und Schriftsteller

2. Juni 2026

Ein Bekannter, dem ich von der im September stattfindenden Opernreise nach Amsterdam erzähle, belehrt mich über "Cavalleria rusticana" von Mascagni. In Handlung und Ethik sei die Oper wohl sizilianisch, die Musik selbst sei auch schön, aber alles andere als sizilianisch, sondern eher "Cavalleria toscana".

Wahrscheinlich weiß er nicht, dass fast alle italienischen Opern des 19. und frühen 20. Jahrhunderts die eigentliche Erzählung und die Psychologie der Charaktere in den Vordergrund stellen. Lokalkolorit entsteht durch die historischen Schauplätze selbst, nicht jedoch – mit raren Ausnahmen – durch die Verwendung folkloristischer Klänge der jeweiligen Handlungsorte. So enthält der "Barbier von Sevilla" von Rossini weder spanischen Flamenco noch Habanera oder Fandango, ebenso kommt Verdis "Macbeth" ganz ohne schottische Folk Music, Country Dance und Dudelsäcke aus. Auch in Bellinis "Norma" sucht man gallische oder keltische Klänge vergeblich, vielmehr folgt die Musik den harmonischen und instrumentalen Traditionen der italienischen Opernmusik jener Zeit. Und nebenbei, nicht ohne Augenzwinkern: Der deutsche Komponist und Dichter Peter Cornelius hat in seinen "Barbier von Bagdad" keine alten mesopotamischen Traditionen oder irakische Bauchtänze integriert.

31. Mai 2026

Die Musik ist eine Summe zerstreuter Kräfte. Man macht daraus ein theoretisches Geschwätz. Ich habe die paar Flötentöne eines ägyptischen Hirten lieber; er ist eins mit der Landschaft und hört Harmonien, von denen in euren Abhandlungen nichts steht. Die Musiker hören nur die Musik, die von geschickten Händen geschrieben wurde, niemals aber die, welche der Natur innewohnt. Den Anbruch des Tages zu erleben ist nützlicher, als die Pastoralsinfonie zu hören.
Claude Debussy (1862 – 1918)

27. Mai 2026

27. Mai 2026

Vor zwei Tagen gingen die diesjährigen Internationalen Händelfestspiele Göttingen zu Ende. Es waren diesmal nicht nur qualitativ hochwertige Konzerte zu hören (die gibt es sonst auch), sondern einige mehr als außergewöhnliche Aufführungen mit spektakulären Klang- und Performance-Erlebnissen. Es ist immer etwas ungerecht, aus einem erlesenen Strauß einzelne Blüten herauszupicken, doch ich nenne hier meine drei Favoriten: "Die Geschichte vom Soldaten" (Strawinsky) in der Kombination mit "Wie liegt die Stadt so wüste" (Weckmann) im Deutschen Theater – eine atemberaubende Vorstellung! Sodann "Telemann goes East" mit Erik Bosgraaf und dem Ensemble filoBarocco in der Nicolaikirche – packend und unwiderstehlich in der Art musikalischer Trapez- und Hochseilartisten. Und schließlich "Ein Feste Burg" – Musik aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges, musikalisch nobel und berührend gespielt vom Europäischen Hanse-Ensemble unter Leitung von Manfred Cordes im Rittersaal des Welfenschlosses Hann. Münden. Das Foto entstand im Anschluss an dieses Konzert und zeigt mich umrahmt von Elisabeth Brinkmann, Intendant Jochen Schäfsmeier und Gambistin Hille Perl (von links).

19. Mai 2026

Ich habe zwei Schauspielstile: mit und ohne Pferd.
Robert Mitchum (1917 – 1997)

16. Mai 2026

Das Theater an der Wien zeigt im September Francesco Cavallis "La Calisto", meine Lieblingsoper. Zugverbindung und Hotel sind schon gebucht, fehlt noch das Opernticket. Am kommenden Montag beginnt der Kartenvorverkauf im Online-Shop. Alles sehr aufregend. Das Haus wirbt auf seiner Webseite u. a. mit folgenden Informationen:

"In Francesco Cavallis Oper La Calisto prallen Götter, Nymphen und Fabelwesen aufeinander. Alle stehen im Bann von Liebe und Begehren, von Macht Zugverbindung und Hotel sind schon gebucht, fehlt noch das Opernticket.und Gewalt und führen auf tragikomische Weise menschliche Leidenschaften vor. Das 1651 in Venedig uraufgeführte Werk stellt sowohl die der gesellschaftlichen Ordnung zugrundeliegenden Moralvorstellungen infrage, als auch die damit verbundenen Geschlechterrollen. Bedeutet Calistos Verwandlung in das Sternbild des Großen Bären am Ende der Oper einen Bruch mit der göttlichen Ordnung oder eine Unterwerfung? Intendant Stefan Herheim wird gemeinsam mit der Lautenistin und Dirigentin Christina Pluhar, einer der führenden Interpretinnen der Musik des 17. Jahrhunderts, diese frühe Barockoper als kosmisches Zaubertheater auf die Bühne bringen."

10. Mai 2026

10. Mai 2026

Opernreise Amsterdam 21. – 24. September 2026
Leoncavallo,"Pagliacci"/Mascagni,"Cavalleria rusticana"

Leistungen:
Einführungsvortrag (ca. 1,5 Stunden, verschiedene Termine), Fahrt Wetzlar-Göttingen-Amsterdam und zurück im modernen Fernreisebus****, 3x Ü/F (EZ oder DZ) im Four Seasons Hotel Amsterdam****, Stadtbesichtigung (ca. 1,5 Stunden), Grachtenfahrt (ca. 75 Minuten), Opernticket Kategorie I (Vorstellung am 23.09. um 19.30 Uhr in De Nationale Opera Amsterdam), optionales gemeinsames Abendessen am Ankunftstag im Hotel (kostenpflichtig)
Gelegenheit für individuelle Unternehmungen, z. B. zum Besuch herausragender Museen (Van-Gogh-Museum, Rijksmuseum mit Werken von Rembrandt und Vermeer, Stedelijk Museum für moderne Kunst u. a.), Shopping-Meilen, Kult- und Szeneviertel, Gastronomie etc.
Details (Buchungsmodalitäten, Uhrzeiten, Preise etc.) auf Anfrage

9. Mai 2026

"Cardillac" in Meiningen bot einen musikalisch starken Musikabend. Auch die Inszenierung bot beeindruckende Bilder, so dass ich gerne und mit Überzeugung von einem sehr lohnenden Opernbesuch spreche. Für mich persönlich war die Einführung durch GMD Killian Farrell ein besonderes Erlebnis. Mit Sachkenntnis, Humor, Esprit und jungenhaftem Charme (er ist ja auch erst 32) brachte er uns Hindemiths Werk nahe, spielte versiert Passagen am Flügel, rief uns die Entstehungszeit der Oper in Erinnerung und bat uns schließlich, Freunden und Bekannten von dem Stück zu erzählen. "Und auch, ganz wichtig, Ihren Feinden, wenn Sie es nicht mögen." Ein Könner, ein Schelm, ein Entertainer. Ab der Spielzeit 2027/28 wird Farrell neuer GMD am Staatstheater Nürnberg. Da weiß ich jetzt schon, wo ich des Öfteren mal sein werde.

28. April 2026

28. April 2026

"In Paris geht ein Serienmörder um, der seinen Opfern den Schmuck abnimmt, den diese zuvor beim angesehenen Goldschmied Cardillac erstanden haben. Keiner ahnt, dass Cardillac selbst der Täter ist, der sich von seiner Kunst nicht trennen kann." Mit diesen Worten und weiteren Informationen zum Stück und seiner Entstehung wirbt das Staatstheater Meiningen für seine Produktion der Oper "Cardillac" von Paul Hindemith, der diesen veritablen Bühnenkrimi vor genau hundert Jahren komponierte.

Zum ersten Mal werde ich am Donnerstag die Oper live im Theater erleben und freue mich sehr darauf. Schon jetzt gebührt dem Haus ein großer Dank für seine Entscheidung, das Stück auf die Bühne zu bringen. Hindemith hat mit "Cardillac" ein packendes Musik- und Künstlerdrama geschaffen, gespickt mit neobarocken Formen wie Fuge und Passacaglia, mit eleganter Melodieführung und kunstvoller Polyphonie. Ich bin absolut gespannt!

26. April 2026

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Aleksandar Ristić, Fußballtrainer